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Vorgestelltes Buch: Realität - Deine Illusion

Von dem Autor, der einige Inhalte dieser Seite zur Verfügung gestellt hat, existiert u.a. ein Buch namens "Realität - deine Illusion".



Wir hoffen, dass das Buch verlegt werden wird. Es zeigt bedeutende Unterschiede zu den "gängigen Bestsellern" auf: Es hat nur ca. 45 Seiten und wohl den etwas anderen Schreibstil.

Bei näherem Interesse oder Feedback, Anregungen etc. einfach links auf Kontakt klicken, es wird an den Autor weitergeleitet.

 

 
Kurzer Auszug aus „Realität – deine Illusion“:
 

>>[…] Wow. Ein Date klargemacht, einen Kuss auf die Backe bekommen, was will man mehr. Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück. Schöne Gedanken umgeben mich. Auch die Arbeit umgibt mich kurze Zeit später wieder, ich versinke in ihr. Und doch: Immer wieder lehne ich mich zufrieden zurück und denke kurz an Nina. Nein, nein, ich bin nicht verliebt, ich mag sie nur. Sie ist eine tolle Frau. Die Tabletten habe ich zu Hause gelassen; heute geht es mir ganz gut und da kommt mir: Was war gestern? Ich kann mich nicht klar daran erinnern, was gestern in der Kantine los war. Ich war doch mit ihnen dort. Ich muss mir das nur eingebildet haben, oder geträumt; gibt’s denn so was? Was ist nur mit mir los? Aber das werde ich schon noch herausfinden. Montag Nachmittag habe ich einen Termin beim Arzt, trifft sich eigentlich ganz gut, danach das Date; ich hoffe, dass die nächsten Tage – nur noch Freitag und Wochenende – alles gut läuft. Will nicht mehr träumen. Will nicht mehr aus der Realität erwachen, will nicht mehr im Traum leben. Nein, nein, ich will mein Leben wieder im Griff haben. Ich muss mir weniger Gedanken machen; vielleicht hätte ich die Tabletten mitnehmen sollen. Noch schneller als sonst vergeht die Arbeit am Vormittag. Auf, auf, in die Kantine! Auf zur Nina. Ich stelle mich hinter der Schlange der Kantinenesser an: die Normalen, die Dicken und die Vegetarier. Innerlich muss ich lachen, wenn ich schon wieder die Dicken sehe, wie sie sich eine Suppe holen. Als ich hinter mich blicke, sehe ich Nina hereinkommen. Wow, heute hat sie einen grünen Lidschatten; das sieht fast genauso gut wie mit dem blauen aus. Ich muss sie einfach ansehen und sie schaut mich an. Aber was macht sie da? Sie stellt sich nicht hinter der Schlange an, sie geht an der Schlage vorbei, kommt zu mir, immer näher, immer näher: „Ich musste den ganzen Vormittag an dich denken; ich liebe dich.“ Ist das ein Traum? Aber dann müsste der ganze Tag ein Traum sein und das kann nicht sein. Kann nicht sein. Sie zieht mich mit ihrer Hand an meinem Hals zu ihr und es ist der beste Kuss den ich je hatte.

 Wir küssen uns, wie ich noch nie geküsst habe. Noch nie hatte ich so starke Gefühle. Ich schließe meine Augen und als ich sie wieder einen Spalt aufmache, sehe ich nur grün und spüre ihre Zunge. Wow, dass ihr die Leute um uns herum so egal sind. Hinter ihr sehe ich nur eine Zahl: 34. Ein neues Plakat? Was ist das? Nach einem langen Kuss schaue ich über ihre Schulter nach hinten. Eine 34 auf weißem Hintergrund. Ist die Kantine neu gestrichen worden? An den Wänden stehen nur noch Zahlen. „Nina…“ 

Schwarze Ziffern auf weißem Hintergrund. „Nina, wo…“ Eine schwarzer dicker Unterstrich ist da, wo die Kantine stand. Was ist hier los? „Nina, sag doch was!“ Ich will sie am Bauch anfassen, doch spüre nur Papier. Schwarze Ziffern auf weißem…Papier…liegen vor mir. Es ist kurz nach 12. Ich habe nicht geschlafen. Ich muss mit offenen Augen geträumt haben. Oben über dem Antragsformular ist ein grüner Balken. Mein Leben macht mich kaputt. Nein, ich habe nicht geschlafen. Ich kann mich nicht erinnern meine Augen aufgemacht zu haben. Also hatte ich sie auch nicht zu. Denke nicht so einen Schwachsinn! Du hast vor dich hin geträumt! Gefangen in deinen Gedanken! Wie es der Arzt sagte! Nimm lieber deine Tabletten, dann denkst du wenigstens nicht mehr so viel!  

Ich muss mich wieder zurücklehnen. Kann das sein? Heute Nacht kam es mir so vor, als hätte ich gesteuert, von was ich träume und jetzt denke ich über Nina nach und meine Fantasie bringt mich um den Verstand. Was ist nur los mit mir? Mache ich auch Dinge, wenn ich in Gedanken versunken bin, von denen ich nichts weiß? Die Flasche Schnaps! Das ist es. Ich muss hier weg. Ein Blick auf die Uhr: Kurz vor Mittagspause. Perfekt. Ich laufe nach Hause. Schnell, schnell. Ich muss es wissen. Muss es wissen. Meine Hände zittern wieder. Zittern. Ich gehe in meinen Kellerraum, mache hastig das Schloss auf. Geh hinein. 

Die Zeit verfliegt. Entschlossen denke ich nicht, ich handle nur. Tür auf – Licht an. Alles ist hier aufgeräumt. Wo ist das Chaos hin? Habe ich aufgeräumt, nachdem ich in der Nacht hier war und weiß es nicht mehr? Ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht mehr was geschieht. Die Fantasie nimmt mehr Platz in meiner Realität ein, als meine tatsächliche Wahrnehmung. Wo ist die Flasche? Dejavu. Ich räume das Regal aus. Hier hinten muss sie doch sein! Und da ist sie. Ich nehme sie in meine Hand. Verschlossen. Ungeöffnet. Oh nein, ich sacke in die Ecke meines Kellerraumes. Dejavu. Ich bin niemals in Unterhose die Treppe hinunter gelaufen, habe niemals hier unten beim Schnapssuchen meine Sachen durchwühlt, geschweige denn den Schnaps aufgemacht und getrunken. 

Wenn meine Gedanken und Fantasien mich im Griff haben, dann kann ich auch sie im Griff haben. Sonst besteht keine Hoffnung mehr. Für immer im Bann der Gedanken, wenn ich es nicht schaffe; für immer verloren. 

Zurück in der Arbeit. Konzentrier dich, konzentrier dich! Essen kann warten, ich muss nacharbeiten. Erst der Arzt, dann meine Gedanken und jetzt der Keller; ich muss nacharbeiten; niemand soll Verdacht schöpfen. […]<<

 ©MDB, "Dexter", "DexterMDB, 2007-2009






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